Blindtriebe
Blindtriebe

Rosenkrankheiten

Mehltau(Sphaerothecapannos var. Rosae)

Blattober-, evtl. auch blattunterseits zeigt sich ein mehligweißer Belag. Auch Stängel, Knospen und Blüten können befallen werden. Blätter und andere befallene Pflanzenteile verbräunen und fallen ab. Das Wachstum der Pflanze wird gehemmt.

Mehltau tritt meist bei trockenem Hochdruckwetter, aber auch bei warmer, feuchter Witterung und schlecht durchlüfteten Standorten auf.
Er überwintert als Pilzgeflecht und Sporen auf Pflanzenresten und Unkräutern.
Vorbeugung: Pflanzen nicht zu dicht setzen, um ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten.
Überdüngung mit Stickstoff vermeiden. Mehltauresistente Sorten pflanzen.
Bei geringem Befall einzelne befallene Pflanzenteile entfernen und vernichten – nicht auf den Kompost geben.
Abhilfe: Brühe aus Ackerschachtelhalm (1 kg frisches Kraut mit 10 l Wasser kurz überbrühen, stehenlassen bis es abgekühlt ist, dann unverdünnt spritzen).

Sternrußtau (Marssoninarosea)

Es zeigen sich strahlen- und sternförmige unterschiedlich große, schwarze Flecken auf den Blättern.

Befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab. Pflanzen werden durch die Krankheit stark geschwächt. Das Ausreifen des Holzes und die Blühwilligkeit kann durch den Befall gehemmt werden, was sich sogar noch im Folgejahr auswirken kann.
Sternrußtau tritt vor allem bei feuchter Witterung und feuchtkalten Nächten auf. Laub kann nicht schnell genug abtrocknen. Möglichst nicht unter schattige und lang nachtropfende Baumkronen pflanzen und schwere undurchlässige Böden verbessern. Überwintert auf abgefallenem Laub. Abgefallenes Laub sofort aufsammeln und entsorgen. Bitte niemals auf den Kompost geben.
Abhilfe: Regelmäßiger Schnitt, damit das Laub gut abtrocknen kann. Auf lockere, durchlässige, humose Erde achten.

Gelbsucht-Bleichsucht (Chlorose)

Die Laubblätter färben sich gelb, wobei die Blattadern grün bleiben. Spärliches und schlechtes Wachstum der Pflanze. Die Rose wird geschwächt und kann sogar völlig absterben.

Kalkhaltiger bzw. zu saurer Boden bindet Eisen und stellt es der Pflanze nicht mehr zur Verfügung. Es werden vorwiegend voll entwickelte Blätter befallen.
Vorbeugung: Vermeiden Sie Staunässe und sorgen Sie für gute Bodenbelüftung, einseitige Düngergaben vermeiden.
Abhilfe: Boden auflockern, luft- und wasserdurchlässige Erde verwenden. Gießen mit im Handel erhältlichen Eisen-Präparaten.

Blattfleckenkrankheit (Sphacelomarosarum)

Blätter sind mit einzelnen oder sehr vielen gelb bis braunen meist runden Flecken gesprenkelt, die eine helle Mitte aufweisen. Bei starkem Befall kann das gesamte Laub abfallen.

Schlecht durchlüfteter Standort, erschwertes Abtrocknen des Laubes, lang anhaltende feuchte Witterung. Nicht unter lange nachtropfende Bäume pflanzen.
Vorbeugung: Gut durchlüftete Standorte wählen. Kranke abgefallene Blätter sofort absammeln und vernichten.
Abhilfe: Bei geringem Befall, kranke Blätter entfernen.

Knospen- und Blattfäule (Botrytiscinerea)

Die Blätter und Blütenknospen verfärben sich braun

Der Pilz breitet sich sehr rasch aus und befällt schnell große Teile der Belaubung und der Knospen. Kann sehr großen Schaden anrichten.
Nimmt meist durch nasse Blütenblätter, die längere Zeit auf dem Laub liegenbleiben, seinen Ausgang. Die Krankheit tritt vor allem bei anhaltenden Regenperioden auf.
Vorbeugung: Bei starkem Befall zusätzliche Kali-Düngung.
Abhilfe: Verblühtes regelmäßig entfernen und somit vermeiden, dass sich abgefallene nasse Blütenblätter am Laub festkleben.Abgefallene nasse Blütenblätter vom Laub lösen, bereits infizierte Laubblätter entfernen und vernichten.

Frostschaden an Laubblättern

Es zeigen sich verkrüppelte, gewellte oder blasenförmige Veränderungen an den Blättern.

Bei geringen Anzeichen ist der Schaden nicht groß, kann aber bei mehr als 50 % die Blütenbildung stark behindern. Spätfröste schädigen die noch im Wachstum befindlichen Blätter durch Reduktion der Teilungsfähigkeit der Zellen.
Die geschädigten Blätter werden bei nachfolgender günstiger Witterung bald durch neue Blätter ersetzt.
Abhilfe: Entfernen Sie den Winterschutz nicht zu früh. Geschädigte Blätter sollten entfernt werden, damit sich neue Blätter bilden können.

Falscher Mehltau(Peronospora sparsa)

Grauweiser Schimmel befällt vorwiegend die Blattunterseiten, weniger häufig die Blattoberseiten. Später bilden sich gelb-braune bis rötliche Flecken.

Blätter verwelken und fallen ab. Es können evtl. auch ganze, noch junge Pflanzentriebe absterben. Das Wachstum der Rose wird gehemmt.
Tritt meist bei feuchtwarmer Witterung, schlechter Durchlüftung und starken Temperaturschwankungen auf.
Überwinterung auf abgefallenem Laub.
Abhilfe: Für gute Durchlüftung sorgen, abgefallenes Laub aufsammeln und vernichten.Widerstandsfähige Sorten pflanzen. Befallene Pflanzenteile herausschneiden und vernichten
Brühe aus Ackerschachtelhalm (1 kg frisches Kraut mit 10 l Wasser kurz überbrühen, stehen lassen bis es abgekühlt ist, dann unverdünnt spritzen.)

Knospenstielfäule (Botrytiscinerea)

An den Knospenstielen zeigen sich zunächst bräunliche, später dann schwarze Verfärbungen der Rinde. Bei starkem Befall beginnen die Knospen herabzuhängen.

Ursache: feuchte Witterung und starke Temperaturschwankungen.
Starker Befall kann großen Verlust an Rosenblüten bringen.
Abhilfe: Gut durchlüftete Standorte wählen. Befallene Pflanzenteile sofort abschneiden und vernichten.

Blindtriebe oder Blinde Triebe

Sorteneigenschaft, falscher Standort, Pflegefehler
Man kann vereinzelt beobachten, dass Triebenden ohne Knospenbildung das weitere Wachstum einstellen. Dieses Phänomen nennt man „Blindtriebe“ bzw. „blinde Triebe“.

Ursache: Es kann sich bei diesen „unfertigen“ Trieben um eine Sorteneigenschaft handeln, die in erster Linie bei Remontant-Rosen zu beobachten ist. Mögliche weitere Ursachen sind zu schattige Lagen oder Rosen, die durch ungeeignete zu mächtige Begleitpflanzen bedrängt werden. Es kann aber auch eine zu einseitige Stickstoffdüngung, allgemeine Schwächung der Pflanze, starke Temperaturschwankungen oder sehr späte Frostperioden zu diesem Verhalten führen.
Blindtriebe können aber auch durch Blattwanzen, die in die Achsel des letzten Triebes stechen. Bei genauem Hinsehen kann man diese Einstichstelle sehen. Verantwortlich für Blindtriebe können auch Gallmücken sein, die ebenfalls die Triebe anstechen.
Vorbeugung: Besonders bei Remontant-Rosen sollte der Standort sorgfältig gewählt werden. Sorgen Sie für ausreichende Sonnenbestrahlung und keine zu nahe stehenden Begleiter. Möglichst auf rein organische Düngung umsteigen, um einen Stickstoffüberschuss zu vermeiden.
Abhilfe: schafft ein sofort nach Sichtung erfolgter Rückschnitt auf gesunde Augen, meist zusammen mit zwei Laubblättern. Man kann aber auch Die Triebe waagerecht herunterbiegen und so befestigen, dann treiben alle oben liegenden Augen aus.

Blindtriebe durch Schädlingsbefall

Die Triebenden stellen ihr Wachstum plötzlich ein, ohne eine Knospe zu bilden. Das Ende sieht aus, als wären zwei ausgebildete Blattpaare zusammengewachsen.

Ursache: Für diese Erscheinung wird unter anderem eine Art der Gallmücke (Contarinia) verantwortlich gemacht. In der Zeit von Mai bis Juli stechen diese Schädlinge die zarten Triebspitzen an, um da hinein ihre Eier zu legen. Wenige Tage später schlüpfen die Larven aus.
Durch diese Schädigung der befallenen Triebe geht häufig ein großer Teil der Blüte verloren.
Behandlung: Abschneiden der blinden Triebe mit mindestens zwei voll entwickelten Laubblättern.

Regenschäden an Rosenblüten:

In der Regel löst Regen keine Veränderung an Rosenblüten aus. Jedoch kommt es dennoch bei manchen weißen und rosafarbenen Blüten zu Fleckenbildung. Diese „Flecken“ können sich als unzählige winzige rote Punkte oder als rote Flächen bzw. Ränder zeigen.

Ursache: Diese Flecken werden durch anhaltenden Regen oder durch dauerhaften Nebel ausgelöst.
Vorbeugung: Für diese Eigenart anfällige Rosen unbedingt an einen geeigneten Standort pflanzen, der gut durchlüftet ist und ein rasches Abtrocknen der Blüten erlaubt.
Abhilfe: Nicht möglich, lediglich das schnelle Abschneiden der geschädigten Blüten, um die rasche Bildung neuer Blütentriebe zu fördern.

Weitergewachsene Rose (Trieb aus der Blütenmitte)

Diese Eigentümlichkeit kommt bei Rosen häufiger vor, als man meinen möchte. Vor allem an dichtgefüllten, kleinblumigen Sorten kann man   dies immer wieder mal beobachten.

Ursache: Der Vegetationskegel eines Blütentriebes entwickelt sich weiter obwohl der Fruchtknoten bereits ausgebildet ist. Aus der Mitte einer völlig normalen und vollständig ausgebildeten Blüte wächst eine weitere Blüte heraus, die aber meist nicht mehr so gut entwickelt ist, wie die Hauptblüte. Somit entstehen zwei übereinander angeordnete Blüten. Statt einer zweiten Blüte kann sich aber auch ein Laubtrieb entwickeln.

Verformte Laubblätter:

Die Laub- und Fiederblätter sind eigenartig verformt, faserig, nicht normal ausgebildet, teilweise zusätzlich noch farblich verändert.

Ursache: Zum einen können Wuchsstoffpräparate der Grund für diese Veränderungen sein. Es kann aber auch an einer Überdüngung des Bodens liegen, vor allem, wenn Kompost verwendet wird, der mit Schwermetallen belastet ist.
Schaden: Die Blätter und Blüten sind sehr stark verformt, faserig und verkrüppelt, es kann sogar zum Absterben der ganzen Pflanze kommen. Eine weitere Ursache kann die Spritzung mit ungeeigneten oder gemischten chemischen Bekämpfungsmitteln sein.
Vorbeugung: Bereits vor der Pflanzung sollte man sich über die Beschaffenheit des Erdreichs vergewissern. Keine Übertreibung bei der Düngermenge und keine einseitige Düngung ausbringen.
Abhilfe: Bereits bei der Feststellung veränderter Pflanzenteile ist das Umpflanzen in neue gesunde Gartenerde empfehlenswert. Zudem sollen die veränderten Pflanzenteile möglichst sofort durch Schnitt entfernt werden. Bei Trockenheit durchdringend wässern.

Rosenrost (Phragmidiummucronatum)

Rosenrost kann ganz sporadisch auftreten. Besonders an kühlen und feuchten Standorten, bei längerer Feuchtigkeit, ohne dass das Laub zwischenzeitlich abtrocknen kann.
Auf der Blattunterseite bilden sich etliche kräftig orangefarbene Sporenlager, die dann auf der Blattoberseite als bräunliche Flecken sichtbar sind. Dies kann zu plötzlichem Blattfall führen, wodurch die Pflanze stark geschwächt wird.
Extrem rostanfällige Rosen meiden, für gut durchlüfteten Standort sorgen. Abgefallene, mit dem Pilz infizierte Blätter sofort entfernen und im Hausmüll entsorgen. Vor dem Wintereinbruch alles kranke Laub entfernen und auch alle befallenen Triebe abschneiden, denn überwinterte Sporen können sich noch immer leicht vermehren. Der Boden rund um die Pflanze sollte bis zum Frühjahr nicht bearbeitet werden, denn dadurch würde die Überwinterung der Sporen nur unterstützt. Besser ein radikaler Rückschnitt, als diese Krankheit über mehrere Jahre immer wieder bekämpfen zu müssen.

Blattschäden durch Verbrennung

Dies es Schadbild hat als Ursache weder Krankheit, noch Schädlinge, hier handelt es sich um einen Pflegefehler!
Es kommt immer wieder vor, dass bei großer Hitze und starker Sonnenbestrahlung mit Schlauch oder Gießkanne unvorsichtig gegossen wird. Nass gewordene Blätter verbrennen gnadenlos, wenn die pralle Sonne darauf scheint.
Wenn ein großer Teil des Laubes verbrannt ist, kann die Vegetation einer ganzen Pflanze bedroht sein. Immer in Hitzeperioden erst nach Sonnenuntergang gießen.