Tipps zum Rosen pflanzen
Tipps zum Rosen pflanzen

Rosen pflanzen

Rosen wollen viele Jahre in Ihrem Garten stehen und Ihnen Freude bringen.

Deshalb ist es wichtig, bereits beim Kauf auf gute Qualität zu achten. Lassen Sie sich vor dem Kauf beraten, welche Rose für Ihre klimatischen Verhältnisse und den ausgesuchten Standort in Ihrem Garten empfehlenswert sind. Fragen Sie auch nach, wie es mit der Frosthärte Ihrer ausgesuchten Rose bestellt ist. Manche Rosen überstehen die extremen Frosttemperaturen im südlichen Voralpengebiet nur mit Mühe. Ein Tipp: Kaufen Sie am besten Rosen aus deutscher Freiland-Vermehrung, die sind das deutsche Klima von Anfang an gewöhnt und haben deshalb auch keine Anpassungsprobleme. Rosen in Supermärkten kommen oft aus sehr warmen Ländern oder aus Unter-Glas-Vermehrung. Diese haben häufig Probleme mit unseren inzwischen unberechenbar kalten Wintern.

Unsere namhaften Züchter bringen seit Jahren viele schöne und weitgehend gegen Pilzkrankheiten widerstandsfähige Rosensorten auf den Markt. Dadurch werden Spritzungen mit Chemie in den meisten Fällen unnötig und es erleichtert die Pflege der Rosen ganz beträchtlich.

Wenn Sie die Rose auf einem Markt oder im Gartencenter kaufen, sollten Sie die Pflanzen einer genauen Prüfung nach Ungeziefer unterziehen. Achten Sie beispielsweise auf die rote Spinne, die an ihren haarfeinen Gespinsten zu erkennen ist, sehen Sie auch auf den Blattunterseiten nach, ob dort Schädlinge sitzen. Achten Sie darauf, dass das Laub gesund und kräftig grün ist. Es sollten sich auch keine gelben Blätter an der Pflanze befinden, das würde darauf hindeuten, dass die Rose schon mit Wassermangel zu kämpfen hatte

Pflanzzeitpunkt

Über den Pflanzzeitpunkt von wurzelnackten Rosen sind die Gartenprofis geteilter Meinung.

Die einen vertreten die Herbstpflanzung, gerade in Landstrichen, die eher ein milderes Winterklima haben. Die anderen befürchten Ausfälle in Gegenden mit sehr frostigen Wintern und schwören auf die Pflanzung im Frühjahr. Beide Seiten haben aus ihrer Sicht Recht.

Aber:

Wir empfehlen dennoch die Herbstpflanzung, weil Sie

  1. frisch gerodete Pflanzen erhalten
  2. die Rose noch ausreichend Zeit hat, gute Wurzelmasse zu bilden
  3. Weil die Rosenstöcke nicht sofort nach dem Pflanzen Schwerstarbeit leisten müssen, indem sie nämlich Wurzeln, Laubmasse und zudem auch noch Blütenansätze bilden zu müssen.
  4. weil deshalb die Blütezeit im Folgejahr bis zu drei Wochen früher beginnt.

Vorbereitung zum Pflanzen

Zunächst sollten Sie sich alle Werkzeuge griffbereit in die Nähe des ausgewählten Standorts platzieren. Dazu gehört ein guter Spaten, evtl. eine Grabgabel, eine Rosenschere und eine kleinere Pflanzschaufel. Das alles lege ich in eine Schubkarre, in den ich pro Rose eine kleine Menge guten Humus deponiert habe. Weitere Beimischungen zum Aushub sind Bodengranulate zur Verbesserung des Bodens. Für eine Einstreuung an den Wurzelbereich empfiehlt sich ein gehäufter Esslöffel Mykorhiza-Granulat, das eine sehr positive Symbiose mit der Rose eingeht und eine sichtbare Wachstumssteigerung bewirkt.

Die zu pflanzenden Rosen kommen inzwischen von allen Versendern pflanzfertig zugeschnitten. Das bedeutet, sie brauchen die Wurzeln und Triebe nicht weiter beschneiden. Auch ein langes Wässern ist nicht zwingend notwendig. Die Händler packen die Wurzeln für den Versand in angefeuchtete Holzwolle und geben sie dann in eine dichte Plastikhülle, um Feuchtigkeitsverlust auf der „Reise“ zu verhindern. Außerdem werden Ihre Rosen in der Regel nur noch Montags bis Mittwochs versendet, damit das Problem mit den lieferfreien Wochenenden vermieden wird. Die Rosen zwei Stunden vor dem Pflanzen in einem Eimer Wasser mit Vitanal blau (Wurzelstarter) zu stellen, schadet aber nicht.

Nun wird der Boden rund 40 cm tief und breit ausgegraben und direkt zu der bereits im Schubkarren befindlichen Handvoll Humus gegeben. Danach wird der Aushub mit den evtl. weiteren „Zutaten“ gut durchgemischt.

Das Pflanzen       

Stellen Sie die Rosen in das vorbereitete Pflanzloch und prüfen Sie die Tiefe. Sie haben tief genug ausgegraben, wenn unter den Wurzeln noch eine lockere Schicht Erde Platz hat. Die Wurzeln dürfen nicht geknickt oder umgebogen werden. Der Veredelungsknoten soll sich rund fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche befinden. Als Messhilfe kann eine Latte dienen, die Sie quer über das Pflanzloch legen. Füllen Sie nun die vermischte Erde wieder vorsichtig ein und achten Sie darauf, dass sich keine hohlen Zwischenräume um die Wurzeln bilden. Am Schluss drücken Sie die Erde mit den Händen an und geben eine kleine Menge organischen Dünger auf den Boden. Mit Wasser den Boden anschließend gut durchfeuchten. Es ist ratsam, sowohl bei der Herbstpflanzung, als auch bei der Frühjahrspflanzung die Erde rund um die Rose 15 – 20 cm hoch anzuhäufeln, um die Basis vor Frost und kalten Ost- bzw. Nordwinden zu schützen. Auch wenn die oberirdischen Triebe abfrieren, treibt die Rose aus den so geschützten Augen wieder aus.

Kletterrosen

Kletterrosen werden beim Einsetzen in das Pflanzloch leicht schräg zu Mauer, Bogen oder Spalier gesetzt, damit sie in natürlicher Haltung zur Stütze festgemacht werden kann. Die Triebe sollen unbedingt fächerförmig angebunden werden, denn dann treiben sie aus allen nach oben zeigenden Augen aus und ergibt somit eine dichte Blütenwand. Diese Art der Befestigung sorgt auch dafür, dass die Rose nicht an der Basis kahl wird.

Hochstämme

Hochstämme werden so tief gesetzt, dass sich der Knoten des Stamms über den Wurzeln (das ist keine Veredelungsstelle) dicht über der Erdoberfläche befindet. Hierbei ist zu der normalen Pflanzprozedur zu beachten, dass Sie bereits vor dem Einfüllen des Aushubs einen entsprechend langen Stützstab in die Pflanzgrube stellen und erst dann mit Erde auffüllen. Der Stab ist lang genug, wenn er mindestens zu 2/3 in die Krone hineinreicht. Nach dem Festdrücken (niemals festtreten) der Erde wird der Stab dann an mehreren Stellen an den Stamm der Rose festgebunden. Die erste Fixierung ist unmittelbar unter der Veredelungsstelle an der Krone. Bitte nehmen Sie dafür keine Drähte oder anderes unnachgiebiges Material, sondern welches, das etwas dehnbar ist und deshalb ein bisschen mitwachsen kann. Als Befestigungsknoten hat sich eine Achterschlinge bewährt.

Hochstämme sollten im ersten Jahr nach der Pflanzung häufig gegossen werden, sonst besteht die Gefahr der Austrocknung. Die Feuchtigkeit des Bodens muss schließlich einen langen Weg zur Krone zurücklegen.

Wurzelechte Rosen

Sie werden meistens rund drei Zentimeter tiefer gepflanzt, als sie in der Baumschule standen. Ansonsten bleibt alles so, wie vorgängig beschrieben.

Rosen an Bäumen

Um eine der wuchsstarken Ramblerrosen an einen Baum zu pflanzen ist folgendes zu beachten:

Graben Sie das Pflanzloch in einer Entfernung von rund 60 – 100 cm Abstand an den Baum. Keine Rose liebt den Druck durch Wurzeln anderer Pflanzen, hier von Bäumen. Es ist deshalb angebracht, die Rose mittels eines Eimers vom starken Wurzeldruck des Baumes frei zu halten. Sie nehmen dafür einen ausreichend großen Eimer, mindestens für zehn Liter und schneiden dessen Boden heraus, stellen ihn anschließend in das Pflanzloch und gehen weiter vor, wie für alle anderen Rosen beschrieben. Der Eimer schützt nun der Bereich der jungen Wurzeln und lässt diese ohne Bedrängnis feine Faserwurzeln bilden. Sind die Wurzeln erst mal lang genug, um durch den offenen Boden des Eimers zu wachsen, sind auch die Baumwurzeln keine direkte Bedrohung mehr.

Wie es ökonomisch richtig ist, auf einem mit Hafer bestandenen Felde nicht wieder Hafer zu säen, so auch bei der Rosenkultur. Da wo einmal Rosen länger als drei Jahre gestanden haben, ist es ratsam, eine Zwischenpflanzung von z. B. Sommerblumen oder Tagetes zu machen. Später, nach etwa 2-4 Jahren können wieder Rosen an diese Stelle gepflanzt werden. Genauso gut können Sie Erde aus einem anderen Bereich des Gartensentnehmen, um das Pflanzloch rund um die Rose aufzufüllen. Inzwischen gibt es auch ein natürliches Mittel von Vitanal(Vitanal braun) zur Bodenverbesserung, das laut Beschreibung einen Erdaustausch überflüssig machen soll.

Wenn Sie all diese Tipps anwenden, haben Sie alles getan, um Ihrer Rose einen sehr guten Start in Ihrem Garten zu ermöglichen.